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Japanologie |
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Hannelore Eisenhofer-Halim:
Im Jahre 1708 landete in Japan widerrechtlich der Jesuitenpater Sidotti, der im darauffolgenden Jahre zum
Verhör nach Edo gesandt und dort Arai Hakuseki überstellt wurde. Die Befragung des Italieners erbrachte
für Arai Hakuseki wertvolle Erkenntnisse über die westliche Welt, die er in dem dreiteiligen
Werk "Seiyô kibun" zusammenstellte. Der dritte Teil des genannten Werks enthält eine Diskussion über das
Christentum, die Hakuseki kritisch niederschrieb und auswertete. Dieser dritte Teil ist Kritik an dem
christlichen Glauben, aber auch eine Verteidigung der gegen das Christentum gerichteten Gesetze, die bereits
im 17. Jh. von der japanischen Regierung erlassen worden waren. Offiziell war somit das endgültige Verbot des
christlichen Glaubens zu einer Zeit erfolgt, die noch vor Arai Hakusekis Wirken als Beamter lag. Es ist deshalb
der Frage nachzugehen, warum sich Hakuseki nochmals für dieses Verbot aussprach und ob nicht vielleicht
persönliche Gründe ihn zu dieser Aussage bewogen haben.
Stand 11. Februar 2001
"Und das alles wegen einer Frucht?" Arai Hakuseki und seine Verfechtung der Christengesetze