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Moderner Orient |
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Seit Dezember 1998 existiert im Südwesten Marokkos das erste UNESCO-Biosphärenreservat (RBA) des
Landes. Mit der Einrichtung dieses Reservates ist die Aufgabe verbunden, Schutz, Erhaltung und nachhaltige Nutzung
des Arganbaumbestandes zu gewährleisten, der potentiell natürlichen Vegetation der Region.
In diesem Kontext muß den verschiedenen in der Region und für die Ressourcennutzung relevanten
Rechtsreferenzsystemen und vor allem deren Verknüpfungen, Interdependenzen und Dynamiken besondere
Aufmerksamkeit gewidmet werden. Entscheidend für die Realisierung eines übergeordneten Konzeptes der
nachhaltigen Nutzung der gesamten natürlichen Ressourcen in der Region ist die Frage, wie die verschiedenen
teils miteinander konkurrierenden, teils miteinander fusionierenden Rechtskonzeptionen einen ökologisch
verträglichen und sozial akzeptablen Zugang zu den knappen Ressourcen regeln können. Ausgehend von
den tradierten Praktiken der Ressourcennutzung inklusive der umweltabhängigen Anbaumethoden wird die
Persistenz indigener Rechtsvorstellungen und Nutzungskonzeptionen untersucht und deren Gestaltungspotential skizziert.
Stand 11. Februar 2001
Bertram Turner:
Rechtspluralismus, Ressourcennutzung und nachhaltige Entwicklung: Das Biosphärenreservat
Arganerie im Südwesten Marokkos