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Orientalische Kunstgeschichte |
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Martina Müller-Wiener:
Darstellungen astrologischer Zyklen wie der sieben Planeten oder der zwölf Tierkreiszeichen
gehören zum festen Repertoire von Metallarbeiten, die zwischen dem 12. und 14. Jh. vorwiegend in
Khurasan bzw. im mesopotamisch-syrischen Raum entstanden sind. Die Zodiakbilder werden einzeln oder in
Kombination mit den zugehörigen Planeten dargestellt und weisen grösstenteils eine einheitliche
Gestaltung auf, die sich von vorislamischen Traditionen ableiten lässt. Eine Ausnahme bilden die
Bilder für virgo und gemini. Der vorliegende Beitrag wird anhand einer systematischen Auswertung
der zur Verfügung stehenden gemini-Darstellungen die unterschiedlichen ikonographischen Traditionen
des Motivs aufzeigen und den Bezug herstellen zwischen den verschiedenen arabischen Bezeichnungen
für gemini (al-'adauz, at-tau?am?n) -und unterschiedlichen Darstellungsmodi. Dabei wird hinsichtlich
einer Deutung der verschiedenen ikonographischen Typen die von W. Hartner aufgestellte Interpretation einer
kritischen Prüfung zu unterziehen sein. Abschliessend soll die Umbildung des Motives zu
einem ornamentalen Dekorelement ausserhalb des astrologischen Kontext dargestellt werden.
Stand 21. Februar 2001
Zur Ikonographie astrologischer Darstellungen