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Moderner Orient |
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die Koordinatoren des Orientalistentages |
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Gegenwart und Zukunft des Instituts der DMG in Beirut und Istanbul
Die Situation des Instituts:
Projekte und Vorhaben:
Beirut: Bewahrung von Kulturerbe und historischen Quellen im Gastland
Als Beitrag zum Erhalt der materiellen Kultur seiner Gastländer - insbesondere jener die
für orientalistische Forschungen die Arbeitsgrundlage bilden - sollen Handschriften, Archivalien und
alte Drucke digitalisiert werden. Ein von deutschen, amerikanischen und libanesischen Partnern getragenes Projekt soll
in die Dokumentation der sog. libanesischen Inkunablen, d.h. der Frühducke aus dem 17. und 18. Jahrhundert
münden. Die Beteiligten hoffen, eine Initialwirkung für die weitere Bestandssicherung alter Drucke zu erzielen.
Das genannte Projekt war die erste mittelfristige Forschungskooperation des Instituts in Istanbul. Die
Festlegung des Forschungsthemas, seine Ausformulierung in Abstimmung mit dem Finanzier, die
Erstellung eines Projektbudgets, ja selbst die Leistung von Zahlungen erfolgten ebenso wie die Klärung der
inhaltlichen Herangehensweise, die Auswahl und Zusammensetzung der Forscher, sowie die Präsentation der
Ergebnisse in enger Kooperation mit dem französischen Forschungsinstitut (IFEA).
Stand 11. Februar 2001
Vorgestellt werden die aktuelle Arbeit des Instituts, ein größeres abgeschlossenes Projekt der
Abteilung Istanbul und längerfristige Kooperationsvorhaben der Abteilung Beirut. Gleichzeitig soll die
weitere Entwicklung des Instituts diskutiert werden.
1994 kehrten die Mitarbeiter des Instituts, die jahrelang vor dem libanesischen Bürgerkrieg nach
Istanbul ausgewichen waren, nach Beirut zurück. Nach circa zehn Jahren Aufbau hatte sich in Istanbul eine
Zweigstelle etabliert. Um beide Institutsteile arbeitsfähig zu halten, wurden die Stellen der vier
wissenschaftlichen Referenten halbiert und je zur Hälfte in Beirut und Istanbul besetzt. Direktor und Bibliothekar
haben seitdem ihren Dienstssitz in Beirut, sind jedoch auch für Istanbul zuständig.
Heute bestehen in Beirut und Istanbul zwei stark geschrumpfte Abteilungen. Gleichzeitig änderte sich
der Charakter des Institus. War es früher primär ein Ort individueller Forschung, ist es heute an
beiden Standorten ein Zentrum wissenschaftlicher Kooperation mit den Gastländern in Form von Symposien,
Workshops und gemeinsamen Forschungsprojekten. Ein Zurück zu rein individueller Forschung ist weder
durchsetzbar noch wünschbar. Gleichzeitig wird im BMBF über die Neuorganisation der Tägerschaft
der geisteswissenschaftlichen Auslandsinstitute nachgedacht. Es ist deshalb an der Zeit, die personelle und
organisatorische Ausstattung beider Institutsteile ihrem neuen Arbeitsprofil anzupassen. Für das Institut
ist es deshalb wichtig zu erfahren, wie Kollegen Platz des Instituts und seine Aufgaben in der
deutschen Orientalistik bewerten und welche Anforderungen sie an das Institut stellen. Erste Überlegungen
von Institutsmitarbeitern finden sich im Istanbuler Almanach 4 (2000) bzw. unter www.oidmg.org
Ebenfalls durch Digitalisierung sollen die Archive des Scheriatsgerichts in Tripolis gesichert und
durch eine Grunderfassung in Form von Regesten weiterer wissenschaftlicher Forschung zugänglich gemacht werden.
Istanbul: Le nationalisme turc face à l'Europe
Inhaltlich ging das Projekt von der These aus, daß nicht eine Beschreibung der "Inhalte" des
türkischen Nationalismus nottue, sondern es wichtig sei, der Frage nachzugehen, in welchem
Ausmaß sich politische Akteure distanziert zu den beiden seit den 50er Jahren in Konkurrenz zueinander
stehenden nationalen/nationalistischen Diskursen im Lande verhalten und verhalten können. Aus
entgegengesetzter Perspektive lautete die Frage, wie schnell sich türkische politische und
zivilgesellschaftliche Organisationen um der Legitimation ihrer Aktivität im politischen Raum
willen, in das Diskursfeld eines laizistisch-kemalistisch oder aber in das eines sunnitisch-türkischen
Nationalismus begeben und damit den türkischen "Kulturkampf" immer auf neue reaktivieren. Information
zum Projekt sind ebenfalls zu finden unter www.oidmg.org